Der 18-jährige Jakob Holling vom Ferdinand-Sauerbruch-Gymnasium aus Großröhrsdorf wurde zu Sachsens bestem Debattierer 2020/21 gekürt. Beim diesjährigen sächsischen Landeswettbewerb von „Jugend debattiert“ überzeugte Jakob die Juroren mit seinen Fähigkeiten am meisten.

Jasper Lionel Hagen vom Landesgymnasium St. Afra in Meißen erreichte im Finale der diesjährigen online-Veranstaltung in der Altersklasse II den zweiten Platz. Dritte wurde Aike Alexa Audu vom Romain-Roland-Gymnasium Dresden vor Niklas Moewes ebenfalls vom Landesgymnasium St. Afra Meißen. 

Der sächsische Landtagspräsident, Dr. Matthias Rößler, und der Kultusminister Sachsens, Christian Piwarz, begrüßten alle Teilnehmer der Final-Debatten mit Video-Botschaften. So wie der gesamte Wettbewerb in diesem Schuljahr von Corona-Einschränkungen und Improvisationskunst aller Beteiligten geprägt war, fand auch der Landeswettbewerb anders als gewohnt statt.

Die Qualifikations-Runden für das eigentliche Finale in beiden Altersklassen wurden bereits eine Woche zuvor an einem Mittwochnachmittag nach Unterrichtsschluss online ausgetragen. Dass dabei am Ende von den acht Finalisten die Hälfte vom Landesgymnasium St. Afra kam, überraschte nicht wirklich. Was allerdings für einiges Aufsehen sorgte, war die hervorragende Rolle, die Jakob Holling dann am 21. April im Finale der Klassenstufe 10 bis 12 spielte.

Zu der Frage „Soll die Reichskriegsflagge verboten werden?“ lieferten sich die vier Finalteilnehmer eine Debatte auf ganz hohem Niveau. Das bestätigte und würdigte auch die hochkarätig besetzte Jury unter dem Vorsitz des langjährigen bundesdeutschen Projektleiters von „Jugend debattiert“, Ansgar Kemman, in ihren anschließenden Statements.

Die Bewertungskriterien Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft waren bei allen vier Finalisten gleichermaßen stark ausgeprägt. Das Zünglein an der Waage gab dann schließlich für Jakob vom Großröhrsdorfer Debattier-Klub den Ausschlag. Es ging hier um die Fragen: „Wer hatte seine Funktion als Redner in der Debatte und die damit verbundene Arbeitsteilung stets im Blick? Wer trug also am meisten zum Gelingen der Debatte bei?“ Und da waren sich im Anschluss an die Debatte die Juroren wiederum sehr einig. Diese Kriterien erfüllte Jakob Holling am besten und er wurde damit zum verdienten diesjährigen Sieger des sächsischen Landeswettbewerbs gekürt. Das war für Jakob am Ende seiner Schulzeit ein überraschender und sehr schöner Erfolg. Glückwunsch!

Eine ebenso überraschende Ehrung erlebte an diesem Finaltag der erst 14-jährige Luis Wenkel vom Ferdinand-Sauerbruch-Gymnasium Großröhrsdorf. Als absoluter Neuling war Luis für den Fall aller Fälle am Tag der Qualifikationen als so genannter „Springer“ eingeteilt. Ein Vertreter aus Merseburg konnte tatsächlich kurzfristig nicht an dem Wettkampf teilnehmen, also musste Luis nun wirklich für ihn einspringen. Was in der Kürze der Zeit dann erst im eigentlichen Wettkampf klar wurde- Luis debattierte zwei Runden lang mit Schülern aus der 11. und 12. Klassen, er selbst besucht aber erst die 8. Klasse. Doch sowohl die beteiligten Debattanten, als auch alle Juroren bescheinigten Luis einen sehr couragierten Auftritt. Für diese beachtliche Leistung wurde Luis Wenkel mit einem Sonderpreis durch die sächsische Landesbeauftragte, Martina Jahn, geehrt.

Jakob Holling und Jasper Lionel Hagen vertreten den Freistaat Sachsen im Juni 2021 beim Bundeswettbewerb „Jugend debattiert“ in Berlin. Ob dieser Wettbewerb dann mit allen Landessiegern aus der gesamten Bundesrepublik Deutschland tatsächlich in Berlin stattfinden kann, wird sich wohl erst in den kommenden Wochen zeigen.

R. Dörnbrack, Ferdinand-Sauerbruch-Gymnasium Großröhrsdorf