Sportlicher Auftakt in der Region – Sachsens neue Schwimmer machen sich fit für die neue Saison

Wie jedes Jahr fanden in den Sommerferien die traditionellen Sommercamps in Rochlitz/Biesern statt. Noch gar nicht so alt ist dabei die Idee, dass in Woche 6 alle zukünftigen Sportschüler der Stützpunkte Chemnitz, Leipzig und Dresden gemeinsam ein sportlich betontes Auftaktlager bestreiten, um sich wieder in Form zu bringen.
Unter der Leitung Ralph Jandt’s und sieben weiteren Betreuern ging es nun darum, 55 Schüler allmählich zum Sporttreiben zu begeistern.
Nach einer aufregenden Anreise am Sonntagnachmittag, folgte lediglich ein gemeinsames Grillen sowie Beisammen sitzen am Lagerfeuer mit Marshmallows.
Den sportlichen Aspekt dieses Lagers bekamen die Kinder dann direkt am Montagmorgen zu spüren, als es 8 Uhr hieß – Frühsport! Dort wurden die Kinder direkt hart ran genommen, denn nach einer sehr unruhigen Nacht galt es gleich alle auszupowern, damit die nächste Nacht alle sofort ins Bett fallen sollten. Einige gingen Laufen andere sprangen in den Bieserner See, welcher angenehme 24 Grad warm war. Nach einer morgendlichen Stärkung standen vielerlei Dinge auf dem Plan. Unteranderem ging es Paddeln, ins Freibad oder zum Geländespiel. Absoluter Renner war natürlich das Freibad für die Kinder. Bei strahlendem Sonnenschein wurde sich im Becken oder auf den Sprungtürmen ausgetobt.
Tag 3 erwies sich als heißester Tag unseres Camps. Drückende 32 Grad brachten uns dazu, den Plan kurzerhand umzugestalten und vom Hüttenbau im Wald zum Besuch ins Freibad umzuschwenken. Nachmittags gab es dann verschiedene Aktivitäten für die Kinder, die selbst ausgewählt werden konnten. Unteranderem gab es einen Beauty Salon für unsere Mädels, aber auch einige Jungs fanden Interesse an Nagellack und Haarspray. Des Weiteren organisierte Maik B. für einige Kinder sogenanntes Slack-Lining am See, sodass sich auch abgekühlt werden konnte. Nico G. bot abermals Paddeln an sowie baden am See. Für alle Fußballbegeisterten fuhren Konrad und Hannes mit 12 Jungs auf ein nahe gelegenes Fußballfeld um zu Kicken. Oberstes Gebot war an diesem Tag – Trinken und Sonnencreme für alle!! Sichtlich erschöpft fielen alle Abends in ihre Betten. Doch auch Tag 4 war mit einem Highlight gespickt. Wie jedes Jahr ging es mit dem Bus nach Bad Lausick ins Freizeitbad „Riff“. Vier Stunden wurde gerutscht, gesprungen und geschwommen was das Zeug hält. Um den Mittagshunger zu überbrücken gab ein Lunchpaket für jeden, aber trotzdem waren die Pommes vor Ort beliebter. Am späten Nachmittag bekamen wir im Camp dann Besuch von unserer Landestrainerin Nachwuchs Anne Neumann. Sie nutzte die Gelegenheit um die angehenden Leistungsschwimmer kennen zu lernen un ihnen grobe Aussicht für die Saison 2017/2018 zu geben. Nachdem das „Kennenlernen“ beendet war, hieß es noch einmal Stärken, denn am Abend ging es in die Disco. Zu Ed Sheeran, Nena oder Mickie Krause feierten die Sportler und Betreuer die Party ihres Lebens. Nach knapp 3 Stunden waren alle Schweißgebadet und die Duschen wurden geradezu überrannt. Nichtsdestotrotz lagen alle pünktlich 22 Uhr, nach einem anstrengenden Tag, im Bett.
An Tag 5 fiel der Frühsport weg, denn der Vormittag war durch unseren Duathlon anstrengend genug. Jeder Sportler musste eine Runde paddeln und schließlich noch den See umlaufen. Spitzenreiterin war hier die Chemnitzerin Lise Seidel, welche einen überragenden Lauf hinlegte.
Leider machte uns am Nachmittag dann das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Heftiger Regen machte das Spielen draußen unangenehm, sodass erstmal Mittagsruhe verordnet wurde und anschließend zu diversen Gesellschaftsspielen aufgerufen wurde. Letztendlich ließ der Regen aber schnell wieder nach und pünktlich zu unserer Neptuntaufe war der Himmel blau. Somit konnte Neptun seine Auserwählten fachgerecht taufen lassen und in seinen heiligen Kreis aufnehmen. Für einige Interessierte gab es nun noch die Möglichkeit die freiwillige Feuerwehr Rochlitz zu besichtigen. Dazu ist extra ein Einsatzfahrzeug zu uns gekommen und hat alle Geräte gezeigt sowie auch viel Technisches erklärt. Glück im Unglück hatte dabei unsere zweite Gruppe. Nach nur fünf Minuten bekamen unsere freiwilligen Helfer einen Einsatz, sodass diese das Gelände in Windeseile verlassen mussten. Einerseits traurig, dass die Besichtigung so schnell vorbei war andererseits stolz einen echten Einsatz gesehen zu haben, kamen die Kinder zurück.
Höhepunkt dieses Tages bildete die Nachtwanderung, bei der unüblicher Weise viele Tränen flossen. Auf einem ca. 45 minütigen Fußmarsch durchquerte jede Gruppe einzeln mit ihrem Gruppenleiter die nächtliche Landschaft. Leider hatten sich dabei auch einige Geister versteckt, die den Puls der Kinder in die Höhe schrecken ließen.
Trotzdem war pünktlich 22:30 Uhr die Nachtruhe im Camp eingekehrt.
Am letzten Tag unseres Camps stand neben der Abreise nur ein Punkt auf unserem Tagesplan. Der berühmt berüchtigte Sportcamp Lauf verlangt auf seinen 6,7 km den Kindern einiges ab. Dementsprechend war die Vorfreude eher mäßig, doch alle absolvierten den Lauf in der vorgegebenen Zeit und der Abreise stand nichts mehr im Wege. Bester Läufer war hier der Leipziger Florian Plewa, der in einer überragenden Zeit unsere schnellsten Betreuer Konrad und Nico ärgerte.
Im Handumdrehen waren alle Kinder abgeholt und das Camp wieder leer.

Insgesamt war es ein sehr erfolgreiches, schönes und sportliches Ferienlager, welches nächstes Jahr wieder seine Pforten für unsere Neuen Sportschüler öffnen wird.

Vielen Dank an alle Betreuer, Eltern und Kinder für diese unvergessliche Woche.
Besonderen Dank an Camp Leiter Ralph Jandt für die Organisation schon weit im Voraus.
Bis nächstes Jahr!

 

 

Autor: Hannes Hötzel

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