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Musterlösung Einfache Schulnetzwerke (2015)

Musterlösung: IT-Ausstattung- und Konfiguration im pädagogischen Schulnetzwerk an kleinen und mittleren Schulen

Aktualisierung 2015

Die hier beschriebene Musterlösung hat sich in diversen Beratungsrunden mit Schulen und Schulträgern als so etwas wie eine Standardlösung für kleinere Schulen heraus kristallisiert, die zwar immer die konkreten Bedingungen vor Ort berücksichtigen muss, jedoch im Grundaufbau vergleichbar bleibt.

Sie beschreibt ausschließlich den pädagogischen Netzwerkbereich und berücksichtigt das Verwaltungsnetz und damit SaxSVS nur am Rande (Lehrerzimmer-PCs). Dabei gehen wir davon aus, dass pädagogischer Bereich und Verwaltungsnetz technisch voneinander getrennt sind, was durch die (optionale) Anbindung der Schulverwaltung an das kommunale Datennetz zwingend vorausgesetzt wird.

Abschnitt I: Netzwerkstruktur (technisch / schulorganisatorisch)

Teil A - Backend - Netzwerkstruktur (1 - 6)

Die im folgenden Text beschriebenen Geräte greifen den Ansatz "Jede Funktion ihr eigenes Gerät auf". Mit der Verfügbarkeit leistungsfähiger Virtualisierungslösungen ist es natürlich möglich, Geräte zusammenzufassen. So wäre es denkbar, Kinder- und Jugendschutz-Router, MeSax-Medienserver und ggf. auch den Domain-Controller in virtuellen Umgebungen und unter verschiedenen Betriebssystemen zu betreiben. Hierfür sind diverse, individuell abzustimmende Lösungen möglich. Jedich ist der Ausfallsicherheit in solchen Konfigurationen besondere Beachtung zu schenken - steht ein Virtualisierungsserver, sind alle darauf installierten Funktionen nicht verfügbar.

1.       Breitband-Router

Der Zugang zum Internet kann prinzipiell nicht schnell genug sein. DSL-6000 ist empfehlenswert, auch wenn viele Versorgungsgebiete noch nicht in dieser Geschwindigkeit angebunden werden können; ISDN nicht mehr akzeptabel.

Alternativen sollten bei zu langsamem Zugang (insbesondere bei ISDN) geprüft werden, auch wenn dafür monatliche Kosten auflaufen. Alternativanbieter können Kabelnetzbetreiber oder regionale Funkanbieter (z.B. Kabel Deutschland, Primakom, manCityNet) darstellen. Die Angebote der Mobilfunkanbieter sind eher ungeeignet, da sie weder Geschwindigkeit noch Datenmenge garantieren und nach Abruf einer bestimmten Datenmenge ggf. Zusatzkosten generieren bzw. die Geschwindigkeit stark drosseln.

Wird am bisherigen DSL-Anschluss ein sogenanntes DSL-Modem eingesetzt, sollte es durch einen DSL-Router nach Standard ADSL2+ ersetzt werden, der weder ein Funkmodul noch Möglichkeiten zur Internet-Telefonie benötigt. Damit wird eine höhere Systemsicherheit gegen Angriffe aus dem Internet erreicht, da die Geräte eine Firewall-Funktionen ausüben.

Kabelnetzbetreiber und andere alternative Anbieter liefern in der Regel eigene Technik zum Anschluss mit. Ein Weiterbetrieb bisheriger Router ist oftmals nicht oder nur eingeschränkt möglich.

2.       Kinder- und Jugendschutzfilter

Lösungen zum technischen Kinder- und Jugendschutz werden vielfältig angeboten. Die Realisierung erfolgt prizipiell auf zwei Wegen: Als Softwarelösung auf dem Server oder als kompakte Hardwarelösung mit separatem Gerät. Wir bevorzugen letztere Lösung, weil sie zu einer höheren Funktionssicherheit beiträgt. Der Hauptserver wird um die sicherheitskritische Funktion als Proxy-Server wirken zu müssen entlastet. Zudem wird der Hauptserver von Rechenlast befreit, potentielle Unverträglichkeit mit Virenscannern und deren Verwaltungstools werden vermieden. Eine Fehlfunktion des Filters legt nicht das gesamte Netzwerk lahm, sondern nur den Internetzugang.

Zusätzlich erlaubt diese Anordnung weitere Netze an den Internetzugang anzubinden, die getrennt vom eigentlichen Schulnetz funktionieren sollen: PCs in der Schulbibliothek, Surfterminals in unbeaufsichtigten Bereichen der Schule, … Für diese Netze können dann problemlos eigene Filterkriterien definiert werden.Diese Funktion ist vom jeweiligen Produkt abhängig.

3.       Hauptserver / Domain-Controller

Speichert neben den Anmeldeinformationen sämtliche Benutzerdaten parallel auf mehreren Festplatten (RAID-5) um bei einen Festplattendefekt den Ausfall des Servers zu vermeiden und ermöglicht die Anlage von Nutzergruppen mit unterschiedlichen Zugriffsrechten auf Daten und Funktionen. Der Hauptserver wird daher als Domaincontroller eingerichtet um eine zentrale Registrierungsstelle für alle relevanten Netzwerkinformationen zu bieten. Zur sinnvollen Einteilung von Lehrern und Schülern in Benutzergruppen sowie zum Aufbau der Dateiablage im Netzwerk muss jede Schule im Vorfeld ein eigenes System entwickeln. Hinweise erhalten Sie dazu unter anderem bei www.pitko-sachsen.de.

Als Zeitserver konfiguriert versorgt er alle angeschlossenen PCs mit einheitlicher Systemzeit. In der Funktion als DHCP-Server erhalten neu an das Netzwerk angeschlossene Geräte automatisch die notwendigen Verbindungsdaten und werden damit in das Netzwerk integriert.

Der Hauptserver wird in der Regel auch als Verwaltungs- und Verteilsystem für Virenscanner-Updates, Betriebssystem- und Anwendungssoftware-Updates genutzt. Die Stromversorgung des Hauptservers wird via USV abgesichert. Die Datensicherung für den Fall eines Virenbefalls oder anderer Situationen, die die Funktion des Betriebssystems beeinträchtigen, erfolgt über ein NAS (5).

4.       MeSax-Medienserver

Ausschließlich zur Bereitstellung der elektronischen Lehr- und Unterrichtsmedien im Schulnetzwerk vorgesehen. Benötig große Mengen Speicherplatz. Wird vom Hauptserver getrennt um diesen nicht unzulässig zu belasten, da große Mengen an Daten auszuliefern sind. Die Stromversorgung des Medienservers kann via USV abgesichert werden. Eine Datensicherung ist nicht zwingend erforderlich, da nach einer Fehlfunktion der Medienbestand über das Bestellsystem unter www.mesax.de erneuert werden kann. Zur Leistungsfähigkeit der Hardware siehe die Beschreibung unter:
http://mesax.datenbank-bildungsmedien.net/intern/MeSax_Schulserver_Definition.pdf.

5.       NAS (Network Attached Storage = Netzwerk-Festplattensicherung)

Sicherungssystem für die tägliche Systemsicherung der Anwenderdaten und der zentralen Benutzerdaten. Ablagemöglichkeit für komplette Sicherungen einzelner Server und Arbeitsplatz-PCs. Damit ist ein zentraler Zugriff auf Wiederherstellungsinformationen nach Hardwaredefekten und Softwareausfällen möglich.

Die Benutzerverwaltung der NAS sollte über den Hauptserver (AD/LDAP-Anbindung) erfolgen können, um keine zusätzlichen Verwaltungsvorgänge hervorzurufen. Die Stromversorgung der NAS wird via USV abgesichert.

6.       Haupt-Switch

Zentraler Verteiler für Daten im Netzwerk, muss an allen Ports Gigabit-Ethernet unterstützen. Aktive Managementfunktionen werden nur in großen Netzen benötigt. In der Regel wird der Switch in einen Verteilerschrank montiert, der gleichzeitig noch die Anschluss-Felder für die feste Verkabelung aufnimmt.

Teil B - Netzwerkstruktur im Lehrer- und Schülerbereich (7 - 11)

7.       Computerkabinette

Alle Rechner im Computerkabinett werden per Kabel an das Schulnetzwerk angeschlossen. Ggf. kommt dafür ein weiterer Switch als Unterverteiler zum Einsatz.

Aus Kostengründen wird für die alltäglichen Ausdrucke der Arbeitsergebnisse ein leistungsfähiger s/w-Laserdrucker (a) eingesetzt, der ebenfalls an das Netzwerk angebunden ist. Für gelegentlich benötigte Farbausdrucke kann optional stattdessen ein leistungsfähiger Farblaser-Drucker eingesetzt werden, wobei die Systeme dann so zu konfigurieren sind, dass als Standard nur s/w-Druck ausgelöst wird.

Von der Verwendung von Farbtintenstrahldruckern wird abgeraten, da bei dem stark wechselnden Druckaufkommen an Schulen die Gefahr eintrocknender Patronen und Druckköpfe sehr hoch ist, was Schäden bis hin zum wirtschaftlichen Totalverlust nach sich ziehen kann. In Ausnahmefällen wird der Einsatz von Tintenstrahldruckern nicht zu umgehen sein (Bedrucken von CDs/DVDs). Für solche Fälle sollte man den Aufbau eines „Spezialarbeitsplatzes“ außerhalb des Computerkabinetts in Erwägung ziehen, der dann entsprechend ausgerüstet wird.

8.       Lehrer-PC im Klassenraum / Ansteuerung für interaktive Boards

Die Lehrer-PC sind an das Schulnetzwerk mittels LAN-Kabel anzuschließen und verfügen in der Regel noch über elementare Zusatzgeräte, wie Lautsprecher. Wird ein Interaktives Board genutzt, wird eine USB-Dokumentenkamera als Zubehör empfohlen. Der am interaktiven Board genutzte Beamer sollte mind. einen HDMI-Eingang besitzen, um Zusatzgeräte für die Bildschirmpräsentation mit Tablets und Smartphones anschließen zu können (AppleTV, Samsung Dongle, ...).

Günstigstenfalls wird bei Einsatz einer Interaktiven Wandtafel der zugehörige Rechner hinter der Tafel an die Wand geschraubt und fest verkabelt. Für die seltenen Fälle, wo man Maus und Tastatur benötigt, sollte diese per Funk angeschlossen werden. Ein Monitor für den Lehrer wird in der Regel dann nicht mehr benötigt.

Zu Auswahl und Montage von Boards sowie zu Testmöglichkeiten siehe auch:
http://www.sn.schule.de/~kmsmei/ti_11_foerder_intboard.php
http://www.sn.schule.de/~psmz/_smf/index.php?page=iwb

9.       PC-Medienecken in Klassenräumen /

Medienecken in Klassenräumen sollten primär mittels LAN-Kabel an das Schulnetz angebunden werden. Eine Erweiterung durch Geräte, die per Funknetz angebunden werden (10) ist möglich.

10.    WLAN-Accesspoints

WLAN-Accesspoints gewährleisten in weiten Teilen des Schulgebäudes die flexible Nutzung portabler Geräte und deren Zugriff auf die Daten des Schulnetzes (falls entsprechend konfiguriert). Es bleibt zu beachten, dass die, Leistungsfähigkeit eines Accesspoints zwar für „normales“ Surfen mit 16 Geräten im Internet ausreicht, die Nutzung von MeSax-Unterrichtsmedien aber maximal an bis zu 5 Geräten möglich ist.

Neu installierte Accesspoints sollten zwingend den Standard IEEE 802.11ac unterstützen und damit zusätzlich zum überlasteten 2,4 GHz Frequenzbandes die alternative Frequenz von 5 GHz nutzen können (Dualband).

Die Unterstützung des Sicherheitsstandards WPA2 ist Voraussetzung für einen sicheren Betrieb. Sollten ältere Geräte im Einsatz sein, welche lediglich die Standards WEP oder WPA unterstützen, sind diese auszuwechseln, da bei einer unberechtigten Nutzung des Internetzugangs durch Dritte (Fremdnutzer, die in das Netzwerk eindringen) eine Mitstörerhaftung gegeben ist, die juristische Folgen nach sich ziehen kann.

11.    Lehrerzimmer-PC / Vorbereitungszimmer

Computerarbeitsplätze im Lehrerzimmer sind per LAN-Kabel anzuschließen und sollten auf einen zentralen Farblaserdrucker zugreifen können. Optional kann eine Anbindung zum zentralen Scanner/Kopierer erfolgen, womit Druckkosten gespart werden können.

Prinzipiell ergibt sich für Lehrerzimmer ein nur schwer aufzulösender Widerspruch: Einerseits benötigt die Lehrkräfte Zugang zum pädagogischen Bereich (Aufgaben- u. Arbeitsmittelbereitstellung, Ergebniskontrollen, etc.) andererseits sollte ein Zugang zum Verwaltungsnetz der Schule gegeben sein (Schülerverwaltung, Notenverwaltung, Zeugnisdruck, …).

Hier noch einige Lösungsmöglichkeiten:

a)       separate PCs für Verwaltungsnetz und Schulnetz im Lehrerzimmer

b)       Schulnetz-PCs in den Vorbereitungszimmern, Verwaltungsnetz-PCs im Lehrerzimmer

c)       Lehrerzimmer-PCs im Schulnetz, Zugriff auf Verwaltungsnetz per gesicherten Fernzugriff; erfordert Terminalserver im Verwaltungsnetz.

d)       Multi-Boot-Konfiguration auf Rechnern im Lehrerzimmer. Nach einem Neustart muss ausgewählt werden, welches Netz benutzt werden soll. Benötigt zwei Netzwerkanschlüsse in jedem Rechner.


Abschnitt II: Hinweise zur Software- und Lizenzausstattung

1.       Breitband-Router

<keine zusätzliche Software benötigt>

2.       Kinder- und Jugendschutzfilter

Neben diversen kommerziellen Anbietern lohnt sich ein Blick auf die freie Software-Lösung ipfire (www.ipfie.org). Dieses "Spezial-Linux" lässt sich auf jeden PC installieren, der zwei Netzwerkschnittstellen hat und stellt letztendlich die gleichen Funktionen bereit, wie kommerzielle Lösungen. Der automatisch aktualisierende Inhaltefilter genügt den Ansprüchen schulischer Absicherung. Auf Komfort-Funktionen wie vom Lehrer konfigurierbare "Lernboxen" etc. muss man jedoch verzichten."

3.       Hauptserver / Domain-Controller

3.1 Betriebssystem (Varianten)

Microsoft Windows Server 2012 R2

Benötigt wird je Gerät eine Serverlizenz + Client-Zugriffslizenzen (CAL) für jeden Server. CAL können in zwei Varianten bezogen werden: Nach Anzahl der Nutzer oder Anzahl der angeschlossenen Rechner. Für Schulen ist i.d.R. letztere Variante die günstigere Lösung.

Bsp.:   1 Server, 16 Rechner im Kabinett, 3 Rechner in Lehrerzimmer/Vorbereitungszimmer, 3 Rechner an interaktiven Tafeln in den Klassenräumen, 28 Lehrer im Kollegium, 270 Schüler

            = 1 Serverlizenz + 22 Geräte-CAL  oder = 1 Serverlizenz + 298 Nutzer-CAL

Sächsische Schulen sind berechtigt, verbilligte Lizenzen aus dem Microsoft-Volumenlizenzprogramm Select6 für den Bereich Forschung und Lehre zu beziehen. Handelspartner sind:

·          PC-Ware Information Technologies AG

·          CANCOM Deutschland GmbH

·          Co.Tec GmbH

·          Bechtle Logistik & Service GmbH

diverse Linux-Varianten

<es werden keine Lizenzen benötigt>

3.2  Updateverwaltung (nur Microsoft-Produkte)

Zur zentralen Steuerung und Verwaltung von Updates für Microsoft-Betriebssysteme und Anwendungssoftware empfiehlt sich die Einrichtung der „Windows Server Update Services“ (WSUS). Diese verteilt Updates zentral im angeschlossenen Netz und verhindert das „wilde Updaten“ durch die Betriebssystemfunktionen der PC-Arbeitsplätze. Aber leider nur für MS-Programme.

3.3  Virenscanner

Bei der Beschaffung von Virenscannern sollte darauf geachtet werden, dass ein zentrales Steuerungsmodul für die Installation am Server vorhanden ist, von dem aus insbesondere die Updates des Virensignaturen auf allen zugeordneten Geräten zentral gesteuert werden.

3.4  Backup-Software

Diese muss in der Lage sein, das NAS (5) anzusprechen und sollte automatisiert Sicherungen anlegen, aus denen man ggf. auch einzelne Dateien wiederherstellen kann. Basisfunktionen sind in den Betriebssystemen enthalten, i. d. R. wird man aber auf kommerzielle Produkte zurück greifen.

3.5  USV-Software

Diese liegt in der Regel der USV bei, überwacht deren Funktionsfähigkeit und steuert die Funktion der USV bei Stromausfall. In der Regel wird diese so konfiguriert, dass bei Erschöpfung der Batterie ein Herunterfahren der angeschlossenen Geräte ausgelöst wird.

3.6  Software zur Nutzerverwaltung

Zur Vereinfachung der Nutzerverwaltung im schulischen Netzwerk wird oftmals zusätzliche Software eingesetzt, welche die komplexen Verwaltungsvorgänge vereinfacht und im günstigsten Fall eine Datenübernahme aus der Schulverwaltung ermöglicht. Diese wird in der Regel auf dem Domain-Controller installiert und kann so konfiguriert werden, dass ein Zugriff auch von angeschlossenen PCs möglich wird.

Bekannte Programme zu diesem Zweck sind „Netadmin“ oder „Schulnetzverwalter“, weitere Programme verfügbar.

3.7  Pädagogische Netzwerke

„Pädagogische Netzwerke“ unterstützen Lehrkräfte bei der Arbeit durch diverse Funktionen, wie Bildschirmübertragung und -sperrung, Austeilen und Einsammeln von Dateien oder Fernzugriff des Lehrers auf Schüler-PCs. Eine Reihe von Produkten erfordert die Installation des zentralen Steuerungsmoduls auf dem Server, insbesondere dann, wenn das PN gleichzeitig die Nutzerverwaltung unterstützt.

4.       MeSax-Medienserver

4.1  Betriebssystem / Webserver-Software (Varianten)

Microsoft Windows Server 2012 R2

Benötigt wird je Gerät eine Serverlizenz ohne zusätzliche Client-Zugriffslizenzen (CAL), da die Webserverfunktion bereits mit der Grundlizenz abgedeckt ist. Achtung: Diese Serverlizenz erlaubt den Betrieb des Geräts ausschließlich als Webserver (was für MeSax ausreichend ist) und nicht für andere Aufgaben im lokalen Netzwerk!

Als Webserver-Software wird in der Regel der beiliegende IIS fungieren. Dieser ist um php-Funktionalität gemäß der Anleitungen unter www.mesax.de zu erweitern.

Microsoft Windows 7 Pro / 8(.1) Pro / 10 Edu bzw. Pro

Benötigt wird je Gerät eine Betriebssystem-Lizenz des jeweiligen Produkts ohne zusätzliche Client-Zugriffslizenzen (CAL).

Als Webserver-Software kann der beiliegende IIS fungieren oder alternativ die kostenfreie Variante Apache/XAMPP gewählt. Der IIS ist um php-Funktionalität zu erweitern.

diverse Linux-Varianten

<es werden keine Lizenzen benötigt, php ist Standard>

4.2  MeSax-Schulserver

Ein an die Schule angepasstes Installationspaket ist beim regionalen Medienzentrum zu erhalten und kann sowohl unter Windows- Betriebssystemen als auch unter Linux betrieben werden (MacOS-Server und UNIX-Dialekte optional).

5.       NAS / Festplattensicherung

<keine Software benötigt>

6.       Switch

<keine Software benötigt>

7.       Computerkabinette (gilt auch für 8., 9. und 11.)

Auf Grund der von Schule zu Schule differierenden Anforderungen, kann hier keine grundlegende Empfehlung gegeben werden. Weitere Hinweise gibt eventuell das Diskussionsboard für PITKO unter www.pitko-sachsen.de. Einige Hinweise zu grundlegenden Fragen, die abseits der für Unterrichtszwecke genutzten Software liegen, seien jedoch kurz thematisiert.

Betriebssysteme

Als Betriebssystem sollte eine domainfähige Version von Microsoft Windows (XP Pro, Vista Business, 7Pro) oder, bei Vorliegen ausreichender Erfahrungen in Bedienung und Konfiguration, eine Linux-Variante zum Einsatz kommen. Der Einsatz von Apple-Rechnern und damit OSX ist in Sachsen wenig verbreitet, stellt jedoch eine interessante Alternative dar.

Selbstheilende Arbeitsstationen

Prinzipiell sind Maßnahmen vorzusehen, die das Prinzip der „selbstheilenden Arbeitsstation“ umsetzen helfen: Nach einem Neustart befindet sich der Computer wieder in einem vorher definierten Ausgangszustand. Dies verhindert zuverlässig Unterrichtsausfall durch Fehlkonfiguration des Systems und stellt einen wirksamen Schutz vor Schadprogrammen und illegal installierter Software dar. Überwiegend werden zu diesem Zweck die Produkte der Firma Dr. Kaiser (PC-Wächter) oder vergleichbare Produkte (entweder als eingebaute Steckkarte oder als reine Software-Lösung) genutzt. Alternativ sezten größere Schulinstallationen oder ganze Stadtnetze oftmals die serverbasierte Software Rembo/MySHN ein, welche die Sicherungsdateien zur Systemwiederherstellung nicht auf den jeweiligen Arbeitsstationen sondern auf einem Server im Netzwerk ablegt.

Pädagogische Netzwerke

Das entsprechende Schülermodul muss installiert werden, sofern notwendig und nicht durch serverbasierte Software abgedeckt (siehe auch 3.7).

8.       Lehrer-PC im Klassenraum / Ansteuerung für interaktive Boards

Betriebssysteme

Werden interaktive Boards angesteuert, verengen sich die Möglichkeiten auf MS Windows und teilweise Apple unter OSX, da die Software der Boardhersteller nur für diese Systeme vorliegt.

Pädagogische Netzwerke

Das entsprechende Lehrermodul muss installiert werden, sofern notwendig und nicht durch serverbasierte Software abgedeckt (siehe auch 3.7).

10.    WLAN-Accesspoints

<keine Software benötigt>

Abschnitt III: Hinweise zur Realisierung

Der deutlich voneinander unterscheidbare Charakter der beiden Teilbereiche A (Backend) und B (Lehrer-/Schülerbereich) legt eine Aufteilung nahe, was auch den oftmals eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten der Schulträger entgegen kommt. Primat kommt sicherlcih dem Backend zu, da eine leistungsfähigen Server- und Sicherungsstruktur die Grundlage für stabiles Arbeiten in (schulischen) Netzwerken darstellt.

Teil 1: Technisches Grundlagensystem (Backend)

Hierzu zählen die Gerätetypen mit den Kennzahlen 1 bis 6, die USV sowie die mit den Geräteinstallationen verbundene Software.

Ist bereits ein älterer Switch mit schlechterer technischer Charakteristik (Fast-Ethernet, …) vorhanden, sollte dieser durch ein leistungsfähigeres Gerät ersetzt werden, Dies betrifft gleichfalls ein ggf. vorhandenes DSL-Modem.

Part 2: Interaktive Wandtafeln und mobile Computertechnik

Dieser Teil der Ausstattung kann ggf. in einer weiteren Ausschreibung, durchaus auch ein bis zwei Jahre später realisiert werden, da er auf Part 1 aufbaut.

Kostenschätzung:

Jegliche Kostenschätzung birgt das Risiko in sich, weit daneben zu liegen weil sich die Marktpreise verändert haben oder bestimmte Serviceleistungen nicht berücksichtigt wurden. Daher werden hier nur Gerätepreise geschätzt entsprechend der Vorgaben der Anlage 1 der FR Medios-II und mit Stand 12/2010, natürlich ohne Garantie.

Part 1:            Position                geschätzter Preis                               Bemerkung

                        1                                   100,-

                        2                               2.000,-                                3 Jahre Updates, 5 Jahre technische Garantie

                        3                               3.000,-                                Raid-5, 2 TB effektiv, 3 Jahre Garantie, 2 x Netzteil  

                        4                               1.000,-                                Basis-Server mit 1 HD ohne Raid , 1 x Netzteil

                        5                                   800,-                                19’, Raid-1, 1 Terabyte effektiv

                        6                                   800,-                                48 Port unmanaged

                        USV                             300,-                                1500VA

                        Summe                   8.000,-

Hinzu kommen Kosten für die Anlieferung und Installation der Geräte, für die Einrichtung von Betriebssystem und Software sowie den Aufbau der Nutzerstruktur gemäß den Vorgaben der Schule (Benutzer, Benutzergruppen, Netzlaufwerke/Freigaben mit spezifischen Rechten). Je nach Anbieter und Umfang kann dafür noch einmal ein vierstelliger Betrag fällig werden.

Part 2:            Je Interaktive Tafel im 16:10-Format mit Nahdistanzbeamer, Lautsprechern und Zubehör:

                       6.000,-

                       Je Notebook mit 16:10 oder 16:9 Display und matter Bildschirmoberfläche, 3 Jahre Garantie:

                       1.000,-

                       Je W-Lan-Access-Point: 200,-

Hinzu kommen Kosten für die Anlieferung und Installation der Geräte, für die Einrichtung von Betriebssystem und Software sowie die Einrichtung eventueller W-Lan-Accesspoints.

Natürlich kann auch dieses Papier wieder diskutiert und weiterentwickelt werden. Die dazugehörige Diskussion läuft im Forum Serversysteme.