Künstlerisches Profil - ein Rückblick

Wir, die Schüler der jetzigen 11. Klasse und unsere Lehrer Frau Hornschuh und Frau Theilig sowie Herr Bonitz, waren der erste Jahrgang, die sich an unserem Gymnasium für das künstlerische Profil entschieden hatten.
Gemeinsam überwanden wir die Hürden, die sich bei einer Neuprofilierung aufbauten, und erlebten schwierige und schöne Stunden. So konnten wir während des Unterrichts hinter die Kulissen eines Theaters schauen, u.a. erhielten wir einen Einblick in die Berufe an einem Theater, besuchten die Theaterwerkstätten des Staatsschauspieles, besichtigten die Semperoper und kamen mit Schauspielern ins Gespräch. Höhepunkte waren die Aufführungsbesuche im Puppentheater, im Staatsschauspiel und in der Semperoper.

Nach einigen Stunden Näharbeit waren die Kostüme dann fertig. Als erstes wurde die handgefertigte Kleidung in den Klassen vorgeführt, danach folgte das Fotografieren auf dem Schulhof.
Natürlich stand in den vergangen Jahren stets unsere eigene künstlerische Betätigung im Mittelpunkt. Während der 8. Klasse schrieben wir kleine Szenen zu dem Thema “Bäume erzählen”. Diese brachten wir mit selbst gestalteten Kostümen und Bühnenbild zur Aufführung. Um das Puppenspiel drehte sich alles in der 9. Klasse. Kleine, wieder von uns erdachte Stücke zu “Traumvisionen” mit eigens von uns dafür hergestellten Puppen wurden gezeigt.

Nun musste für die 10. Klasse ein besonderer Abschluss gefunden werden. Wir wollten ein Stück basierend auf einer Textvorlage “inszenieren“. Außerdem sollte es sich inhaltlich mit Problemen von Jugendlichen beschäftigen. Unsere Wahl fiel auf die Kindertragödie “Frühlings Erwachen” von Frank Wedekind (1864-1918).

“Mütterchen … Du kannst doch im Ernst nicht verlangen, dass ich bei meinen vierzehn Jahren noch an den Storch glaube.”
Das Werk “Frühlings Erwachen” ist die Geschichte mehrerer junger Leute, die im Zuge ihrer Pubertät mit den Problemen psychischer Instabilität konfrontiert werden. Die mangelnde Aufklärung durch die meist konservativen Eltern endet verhängnisvoll.

Diese Thematik galt es nun, in unsere Gegenwart zu holen. Wir begannen mit der Textbearbeitung und der Rollenverteilung. Ideen für Kostüme, Requisiten, Musik und spielerische Umsetzungen wurden gesammelt. So setzte sich Puzzlestein für Puzzlestein aneinander, bis wir zu unserer Inszenierung fanden. Auch das Plakat und Programmheft wurden von uns entworfen.

Wie in den letzten Jahren verging die Zeit wie im Fluge und wir glaubten, das würden wir nie alles bis zur Aufführung bewältigen.
Aber wie stets zuvor haben wir es wieder geschafft, das Publikum zu begeistern, sodass sogar am Schluss vor Freude Tränen flossen.

In den drei zurückliegenden Jahren haben wir im Profilunterricht erfahren, welch harte Arbeit es ist, auf den Brettern zu stehen, die die Welt bedeuten.

Anh Hoai, Anne, Christoph, Clara, Eugen, Hanna, Henri, HOM, Ina, Julia, Lisa, Luisa, Mareike & Sandra , Kurse 11

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