aktualisiert: 24.05.2017 Homepage Schule Projekte GTA/AGs/Fördern Datum: Wed, 24.05.2017
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Artikel-Nr.: 970 Datum: Tue, 25.04.2017
Stinken Schaben? Warum verändern Chamäleons ihre Farbe? Fressen Piranhas Menschen?
Diese und viele weitere Fragen stellten wir uns während unserer Exkursion ins Regenwaldmuseum Phyllodrom.

Nachdem wir uns in den letzten Wochen mit vom Aussterben bedrohten Tierarten beschäftigt hatten, wollten wir einige dieser Exemplare hautnah erleben. So begaben wir uns am 12. April in den Norden Leipzigs und besuchten das Museum. Dort angekommen, erfuhren wir in einer 90minütigen Führung von Thomas und Tino, dass Schaben gar nicht unangenehm riechen und als Resteverwerter eine wichtige Rolle im Ökosystem spielen. Die Madagaskar-Fauchschaben können zudem mit Hilfe von Luft Geräusche erzeugen, indem sie bei Gefahr die Luft über das Tracheensystem nach außen pressen. Das Zischen soll Fressfeinde erschrecken und zum Loslassen ihrer Beute veranlassen.

Dass Chamäleons ihre Farbe verändern, wissen viele von euch. Aber warum tun sie das? Mit dem Farbwechsel verständigen sich die Tiere, die als Einzelgänger leben. Verändert ein Panther-Chamäleon-Männchen seine Farbe, signalisiert es zum Beispiel einem nahenden Männchen, dass es verschwinden soll, oder es möchte ein Weibchen beeindrucken. Während die Männchen sehr farbenfroh sind, verhilft die braune Färbung den Weibchen zur optimalen Tarnung während der Eiablage am Boden.

Und was frisst so ein Chamäleon? Am liebsten dicke, fette Insekten, die es mit seiner klebrigen Zunge vernascht.

Neben der Rotbauch-Spitzkopfschildkröte, die ihren Kopf und ihre Gliedmaßen in Einbuchtungen an ihrer Unterseite versteckt und den Roten Piranhas, die im Schwarm innerhalb weniger Minuten auch größere Säugetiere skelettieren können, in der Regel aber größere Fische bevorzugen, beschäftigten wir uns intensiv mit einer Königspython. Die Würgeschlange besitzt keine Giftzähne. Ihre Beute erkennt diese Schlange mit Hilfe des Grubenorgans, mit dem sie Infrarot sehen kann, und über ihrer Zunge. Über das Züngeln nimmt sie Duftmoleküle auf, die sie mit dem Jacobsonschen Organ wahrnimmt. Da wir nicht zur typischen Beute einer Königspython gehören, war ein Fotoshooting mit diesem außergewöhnlichen Tier kein Problem. Und für alle, die denken, Schlangen sind glitschig und ekelig – weit gefehlt. Schlangenhaut ist trocken und fühlt sich sehr weich an.

Gerne wären wir noch geblieben und hätten uns weitere interessante Tiere angeschaut, mussten aber leider unsere Heimreise nach Engelsdorf antreten. Wir bedanken uns bei den Phyllodromern für diesen informativen und wunderschönen Nachmittag! Und bei Frau Döbler, die uns diesen Ausflug ermöglicht hat.

Für all jene, deren Neugier wir nun geweckt haben: besucht doch einfach mal das Phyllodrom, zum Beispiel zur Museumsnacht am 6.5.2017!

PHYLLODROM, Museum und Institut für Regenwaldökologie e.V.: www.phyllodrom.de










 

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