Gustav-Hertz-Gymnasium
Gustav-Hertz-Gymnasium
Gustav-Hertz-Gymnasium
Das Gymnasium im Osten von Leipzig
Sie sind der .Besucher seit 16.11.2003 Besucher
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Gustav Hertz

Gustav Ludwig Hertz (1887 -1975)
deutscher Mathematiker und Physiker

Gustav Ludwig Hertz wurde am 22. Juli 1887 in Hamburg geboren. Er  absolvierte das Realgymnasium des Johanneums in Hamburg und studierte  Mathematik und Physik in Göttingen und München. Nach einem einjährigen  Militärdienst wechselte er 1908 an die Friedrich  Wilhelms-Universität-Berlin, wo er bei Heinrich Rubens promoviert wurde.  Während seiner Assistentenzeit am physikalischen Institut der Berliner  Universität begründete er eine intensive Zusammenarbeit und Freundschaft  mit James Franck. Gemeinsam konzipierten sie 1912/13  Elektronenstoßversuche, die sich später als eine wesentliche Stütze der  Bohrschen  Atomtheorie und der Quantentheorie erwiesen und unter dem  Namen Franck-Hertz-Versuch in die Geschichte eingehen sollten. 1926  erhielten James Franck und Gustav Hertz dafür den Nobelpreis für Physik.  1927 erhielt er einen Ruf an die Technische Hochschule Charlottenburg.  In Berlin leitete er den Neubau des Physikalische Institutes und  arbeitete an der Gasdiffusion. Er errichtete eine mit Diaphragmen  arbeitende Trennkaskade, mit der ihm 1934 die Trennung der Neon-Isotope  20 und 22 sowie die Reindarstellung des schweren Wasserstoffs gelang.  Aufgrund seiner jüdischen Abstammung musste er 1935 unter den  Nationalsozialisten sein Lehramt niederlegen. Er übernahm die Leitung  des Forschungslabors der Siemens AG in Berlin. 1945 ging er dann in die  damalige Sowjetunion und arbeitete in einem eigens für ihn geschaffenen  Institut in der Nähe von Suchumi (Georgien) an der Anreicherung des  Uran-Isotops 235. 1954 ging er als Direktor des physikalischen Instituts  an die Karl-Marx-Universität nach Leipzig in der damaligen Deutschen  Demokratischen Republik (DDR) und blieb dort bis zu seiner Emeritierung  1961. Als Vorsitzender des
„Rats für die friedliche Anwendung der  Atomenergie beim Ministerrat der DDR“setzte sich Gustav Hertz für die  Atomenergienutzung ein. Er war Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher  Akademien wie z.B. der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina  und der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Er verstarb am  30. Oktober 1975 in Berlin.
Gustav-Hertz-Gymnasium
Dachsstr.5
04329 Leipzig
Tel. : 0341-25 0 25 10
Fax: 0341 - 25 0 25 14
sekretariat@gustav-hertz-gymnaium.de

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü