Veranstaltet vom sächsischen Landtag und dem Verband der Redenschreiber deutscher Sprache trafen sich am 5. November insgesamt 36 Schüler aus Brandenburg und Sachsen zum 19. Jugendrede-Forum.

Das Ferdinand-Sauerbruch-Gymnasium Großröhrsdorf vertraten dabei Luis Wenkel aus der 10. Klasse, Marvin Schönfeld und Tobias Dreyer aus der Jahrgangsstufe 11. Der Tageszeitung „Dresdner Neueste Nachrichten“ war das Ereignis sogar ein Foto auf ihrer Titelseite der Montags-Ausgabe wert, dieses zeigt neben anderen Schülern unseren Luis Wenkel.

Die ersten Rededuelle fanden am Vormittag statt. In drei Diskussionsrunden galt es, mit jeweils fünf anderen Teilnehmern über aktuelle Themen zu diskutieren. Nach einer Vorbereitungszeit von fünf Minuten mussten alle ihre eigene Meinung mit starken Argumenten vertreten bzw. in einen konstruktiven Gedankenaustausch mit den anderen treten. Jede Runde dauerte 15 Minuten. Eine Jury aus Journalisten und Kommunikationsexperten verteilte pro Runde Punkte für die jeweilige Leistung. Die Jury achtete vorrangig auf die Inhalte der Diskussionsbeiträge. Fähigkeiten wie die Körpersprache, die Stimme, der Ausdruck und die Argumentationsführung oder die soziale Kompetenz im Umgang mit anderen Diskussionsteilnehmern wurden ebenfalls in die Bewertung einbezogen.

Die drei Vertreter unseres Gymnasiums schlugen sich bravourös. Hierbei ist vor allem die Leistung von Tobias Dreyer zu erwähnen, er hatte erst am Vortag des Wettbewerbs erfahren, dass er für einen erkrankten Schüler einer anderen Schule einspringen musste. „In der ersten Diskussions-Runde war ich schon ein wenig beeindruckt von der Wucht der Redebeiträge der anderen Teilnehmer. Als ich meine Zurückhaltung jedoch überwunden hatte, merkte ich, dass dieses Format gut zu meinen Fähigkeiten passte“, meinte Tobias nach dem Wettbewerb.

Wer sich in der Vorrunde behaupten konnte, zog dann in die Finalrunde am Nachmittag ein. In dieser hatten alle nach der Themenvergabe zehn Minuten Vorbereitungszeit, in der sie sich auf eine dreiminütige freie Rede vorbereiten mussten, die sie am Rednerpult im Plenarsaal - dort, wo sonst die Abgeordneten sprechen - vortrugen. Leider hat es am Ende für keinen unserer drei Vertreter gereicht. Denkbar knapp scheiterte Marvin Schönfeld am Finaleinzug- ganze zwei Wertungspunkte fehlten ihm!

Am Ende überzeugte Hannah Lehmann vom Leibnitz-Gymnasium Leipzig (Klasse 12) mit ihrer Rede zur Frauenquote die Jury am meisten und gewann den Redewettstreit im Landtag. Platz 2 belegte Ludwig Grossmann (Romain-Rolland-Gymnasium Dresden, Kl. 12) vor Laurenz Frenzel (Landesgymnasium St. Afra Meißen, Kl.11).

Es war ein interessanter und aufschlussreicher Sonnabend, da waren sich alle einig. Im neuen Kalenderjahr geht es ja bereits mit den verschiedenen Wettbewerben von „Jugend debattiert“ weiter. Dabei wollen die Vertreter des Ferdinand-Sauerbruch-Gymnasiums dann erneut ihre rhetorischen Fähigkeiten unter Beweis stellen.

R. Dörnbrack, Ferdinand-Sauerbruch-Gymnasium Großröhrsdorf