Am Samstag, dem 25. Januar ging es viel zu früh in Großröhrsdorf los. Den Schülerinnen und Schüler der achten Klasse (wir😊) stand eine zehn- bis zwölfstündige Fahrt mit dem Bus bevor.

Während der langen Fahrt (hier noch mal ein kurzes Dankeschön an die Busfahrer, die uns gefahren haben) wurden wir von dem Lied „Griechischer Wein“ begleitet.

Nach elf Stunden sind wir endlich an der Pension „Gatterer“ in Vals angekommen. Dort haben wir mit unseren Koffern unsere Zimmer bezogen. Zum Abendbrot gab es eine italienische Spezialität: Nudeln (von allen geliebt). Um 22 Uhr war Zimmerruhe, da mussten alle auf ihren Zimmern sein. Und um 22:30 Uhr kamen die Lehrer reingeflitzt, um uns Gute Nacht zu wünschen.

Am nächsten Tag wurden wir, schon wieder sehr früh, um sechs Uhr geweckt, da wir ja noch die Skiausrüstung ausleihen mussten. Beim Frühstück und Abendessen gab es immer eine feste Sitzordnung. Jeden Tag wurde pro Tisch ein Tischdienst festgelegt. Dieser musste immer zehn Minuten früher da sein, um den Tisch zu decken. Nach den Mahlzeiten hielt Herr Haufe immer eine kleine Ansprache über den Verlauf des letzten Tages bzw. gab er den jeweiligen Tagesplan bekannt. Im Essensraum herrschte absolutes Handyverbot. Wer nicht erwischt wurde, der hatte Glück (Herzlichen Glückwunsch nochmal an alle die es geschafft haben). Wer erwischt wurde, musste sein Handy, nach einer kurzen Nachricht an die Eltern, für den Rest der Woche abgeben. Bei kleinen Verstößen gab es die gelbe Karte. Dafür hatte dann das gesamte Zimmer für die restliche Woche eine halbe Stunde eher Nachtruhe. Bei gröbsten Verbrechen wurden die Eltern benachrichtigt und durften ihr Kind auf eigene Kosten abholen. Zum Glück ist dies bei unserem Jahrgang nicht vorgekommen.

Nach dem Frühstück ging es endlich los zum Skidepot. Nach langem Anprobieren hatten nun alle ihre Skiausrüstung. Man konnte uns allen sofort ansehen, dass sich keiner mit den schweren und engen Skischuhen anfreunden wird. Dann ging es für die Anfänger auf den Bambini Hügel, während die Fortgeschrittenen und die Master (Profis), mit der Gondel, schon auf den Gitschberg fuhren. Viele der Anfänger standen an diesem Tag zum ersten Mal in ihrem Leben auf Skiern. Für die Bambinis gab es vier Gruppen. Die Gruppen wurden angeführt von Herr Schlegel, Frau Untisz, Frau Jakob und Frau Hoffmann. Die Fortgeschrittenen- und Könner Gruppen wurden angeführt von Herr Schlögel, Frau Neubert, Herr Trautmann und Herr Haufe.

 Die Anfänger konnten sich erst mal mit den Skiern vertraut machen und sind dann mit verschiedenen Übungen immer wieder den kleinen Hang runtergefahren. Die Fortgeschrittenen und Profis sind zuerst einen Hang runtergefahren, um zu testen wie gut sie sind. Sie wurden anschließend in Gruppen eingeteilt. Zum gemeinsamen Mittagessen sind alle, die noch unten waren mit der Gondel den Berg hinaufgefahren.

Nach dem Mittagessen im Bergrestaurant ging es für die Anfänger wieder „nach unten“. Sie sind nun auf einen etwas steileren Anfängerhang gefahren. Hier konnten sie das am Vormittag gelernte unter Beweis stellen und Neues dazu lernen. Hier übten sie bis zum späten Nachmittag weiter. Dann gab es um 16 Uhr den „Schlusspfiff“ und alle gingen wieder zurück Skidepot. Hier trafen sie dann auf die anderen und tauschten ihre Erlebnisse aus. Alle fühlten sich gleich viel wohler, nachdem sie ihre Skischuhe ausgezogen hatten. Schließlich ging es ab in die Pension, wo alle erst einmal duschen gingen. Am Abend wurde noch viel über den ersten Tag geredet und gefragt, wie es den Bambinis ergangen war. Nach einem leckeren Abendessen war um halb elf Nachtruhe.

Im weiteren Verlauf der Woche wurden die Anfänger immer besser und mussten kaum noch „Pizza“ (Schneeflug) fahren, sondern konnten die meiste Zeit „Pommes“ (Parallelschwung) fahren. Die Profis und Fortgeschrittenen übten sich vor allem im Slalomfahren auf der schwarzen Piste. Auch im freien Fahren wurden sie auf viele Proben gestellt. Unter anderem fuhren sie auch synchron. Oft hörte man sie durch den Funpark düsen. Am Nachmittag begleiteten sie oft die Anfänger den Sonnenhang runter zum Schlepplift. Am dritten Tag erlebten wir einen leichten Wetterumschwung, der uns dazu gezwungen hat, den Gipfel eher zu verlassen. Es hat zwar oben auf dem Berg gestürmt, aber unten herrschte wunderschönes Winterwetter, was gewisse Schüler dazu brachte eine Schneeballschlacht zu veranstalten. Abends wurden immer die Neuigkeiten ausgetauscht, und fast keiner war auf seinem Zimmer, alle haben nur auf dem Flur rumgegammelt und laut Musik gehört. Oder es wurden anderen Zimmerbesuche abgestattet.

Am letzten Tag war es soweit. Das, wofür alle trainiert hatten, stand bevor. Das Highlight der Woche. Es wurde um die Wette Slalom gefahren. Die Wettkämpfe wurden entweder auf der blauen oder auf der roten Piste durchgeführt. Bei herrlichstem Wetter sausten alle zum letzten Mal die Pisten hinab. Es war ein wunderschöner letzter Skitag. Am Abend wurde alles ausgewertet. Bei den Profis hatte natürlich keiner gegen die Profi-Skifahr-Zwillinge Nathalie und Rudolf eine Chance. Bei den Anfängern gewannen Josy und Bergi. Danach hat Ullah, der heilige Skigott (der eine gewisse Ähnlichkeit mit Herr Haufe hatte), besonders herausstechende oder trottelige Skifahrer mit einer Urkunde ausgezeichnet und getauft.

Der Höhepunkt des Abends waren die Kulturprogramme. Es war sehr lustig und wir (die Schüler) hatten ausgezeichnete Ideen. Bei den einen haben Leute Rasierschaum ins Gesicht geklatscht bekommen, wenn sie die Fragen falsch beantwortet haben (8a), bei den anderen gab es ein Quiz mit Süßigkeiten als Belohnung (8c, 8d), und bei anderen wiederrum wurde ein lustiger Sketsch aufgeführt (8b). 

Danach durften alle noch bis 23 Uhr tun, was sie wollten. Die meisten waren trotzdem noch bis Mitternacht munter. Am nächsten Tag wurden wir sehr zeitig (5:45Uhr) geweckt, nach einer letzten Mahlzeit in den Bergen traten wir die Heimreise um sieben Uhr dreißig an. Es war noch sehr ruhig im Bus, weil alle noch sehr müde waren und erschöpft von den letzten Tagen. Langsam kam dann aber doch wieder Stimmung in den Bus. Das Lied „Griechischer Wein“ hat uns auch auf der Rückfahrt wieder begleitet (der Ohrwurm schwirrt uns heute noch im Kopf rum). Pünktlich halb sieben sind wir an unserer Schule angekommen und alle Schüler wurden abgeholt (wir können das bestätigen, weil wir die letzten waren, die abgeholt wurden).

Wir wünschen allen Schülern, die nach uns kommen, dass sie mit ins Skilager kommen können, weil es einfach genial ist.

Es war eine wunderschöne und erlebnisreiche Woche, in der wir viele tolle, neue Erfahrungen sammeln konnten. Wir bedanken uns bei allen Lehrern, die dabei waren, und uns so eine wunderschöne Zeit ermöglicht haben.

Maxi Frenzel und Tasmin Schmidt (8b und 8a)